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Chemischer vs. Mineralischer Sonnenschutz - Was ist der Unterschied?



Bei Sonnenschutz wird zwischen 2 Arten von Wirkungsprinzipien unterschieden: CHEMISCH & MINERALISCH


CHEMISCHER SONNENSCHUTZ:


Vorteile

  • Lässt sich leicht auf der Haut verteilen und zieht schnell ein

  • Höhere Lichtschutzfaktoren als bei mineralischen Filtern sind möglich

Nachteile

  • Schützt erst nach ca. 30 Minuten

  • Geringe Haltbarkeit von nur wenigen Monaten

  • Kann hormonähnlich wirken und allergische Reaktionen hervorrufen


Chemische Sonnensfilter wandeln gefährliche UV-Strahlen in Wärme um. Allerdings bleiben diese Filter nicht nur auf der Haut, sondern durchdringen sie auch und gelangen so ins Blut. Dies wurde in aktuellen Studien belegt.

Ausserdem wurden chemische UV-Filter in Muttermilch nachgewiesen. Da Sonnenmilch grosszügig und oft mehrmals täglich am ganzen Körper aufgetragen wird ist es natürlich nachvollziehbar das auch ein Teil des Produktes durch die Haut durch geht.

Da die neuen UV-Filter, die in grossen Mengen in konventionellem Sonnenschutz vorkommen, noch nicht genug erforscht sind, ist bis heute nicht genau klar welche gesundheitlichen Schäden sie auf Langzeit verursachen.

Fakt ist aber, dass jährlich tausende Tonnen Sonnenschutz im Meer landen (Schätzung der amerikanischen Meeresbehörde). Da chemische UV-Filter schlecht wasserlöslich sind bleiben sie dort. In Hawaii wird deshalb ab 2021 Sonnenschutz mit gewissen chemischen Filtern verboten.


Lichtschutzfaktor mit Hormonaktivierender Wirkung















MINERALISCHER SONNENSCHUTZ


Mineralische UV-Filter bestehen aus natürlichen, weißen Farbpigmenten, meistens Titandioxid und Zinkoxid. Diese legen sich auf die Hautoberfläche wie viele kleine Spiegel und beginnen sofort damit, das Sonnenlicht zu reflektieren.

Vorteile

  • Schützt sofort nach dem Auftragen, ohne Wartezeit

  • Sehr gute Verträglichkeit

Nachteile

  • Schwerer auf der Haut zu verteilen

  • Hinterlässt einen feinen weißlichen Film auf der Haut

  • Auf Produkte ohne gesundheitlich bedenkliche Nanopartikel achten


FAZIT:


Sonnencremes wurden früher vorwiegend im Sommerurlaub oder an Wochenenden im Freien angewendet, sodass wir letztlich nur selten mit den beiden Filtersubstanzen in Berührung kamen. Heute aber stecken sie in etwa 90 Prozent (!) aller herkömmlichen Tagescremes. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen zusätzlich weitere Kosmetik wie Parfüms, Lippenstifte oder Duschgels benutzen, in denen die Substanzen ebenfalls oft enthalten sind – ganz zu schweigen von anderen chemischen Beautyzutaten, etwa Parabenen, die einen ähnlich hormonartigen Effekt haben. Essen wir dann obendrein durch UV-Filter belasteten Fisch, ist das Maß buchstäblich schnell voll.

Dabei sind Benzophenon und Ethylhexyl Methoxycinnamate nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Wer sich vor intensivem Sonnenlicht schützen möchte, kann dies gezielt auch mit Naturkosmetik tun, die mineralische Pigmente wie Titandioxid und Zinkoxid enthält. Diese Stoffe bleiben an der Hautoberfläche, reflektieren das Licht und sind obendrein sofort wirksam. Den üblichen „Weißel-Effekt“, wie er vor einigen Jahren kaum unumgänglich war, weist kaum eine moderne Bio-Sonnenpflege mehr auf.








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